Das Solow-Modell erlaubt mit einfachen Mitteln Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes zu treffen. Hier werden verschiedene Funktionen in Abhängigkeit des Kapitalstocks (pro effektiver Arbeitseinheit) dargestellt. Konsum ist der Teil des Volkseinkommens, der nicht gespart (=investiert) wird. Relevant ist dabei die Betrachtung im stationären Kapitalstock \(k^*\), bei dem das Volkseinkommen in Investitionen \(i^*\) und Konsum \(c^*\) aufgeteilt wird. Maximaler Konsum ergibt sich bei einem \(k^*\), an der das zusätzliche Einkommen (Grenzeinkommen bei \(k^*\)) gerade noch ausreicht, um die ebenfalls steigende Erhaltungsschwelle zu finanzieren (Tangentensteigung des Volkseinkommens entspricht Steigung der Geraden für die Erhaltungsschwelle). Die Höhe von \(k^*\) wird indirekt durch die eingesetzte Sparquote \(s\) beeinflusst, wodurch dies die kritische Größe ist, um das optimale \(k^*\) mit zugehörigen (maximalen) Konsum \(c^*\) zu finden.


Figure 1: Maximaler Konsum im Solow-Modell bei \( s = \frac{1}{3} \). Mit Hilfe des Sliders kann die Sparquote \(s\) zwischen 0 und 1 eingestellt werden. Zusätzlich ist der Konsum an der Stelle \(k^*\) anzeigbar.

In der Grenzbetrachtung werden die Ableitungen der obigen Funktionen betrachtet. Relevant ist hier, wie stark sich die jeweilige Funktion erhöht, wenn der stationäre Kapitalstock \( k^* \) um eine Einheit erhöht wird (was selbst wiederrum durch eine höhere Sparquote erreicht wird). Maximaler Konsum ergibt sich an der Stelle, an der das Grenzeinkommen genau der Grenzerhaltung entspricht. D. h. das zusätzliche Einkommen deckt genau die zusätzlichen Kosten, die durch das zusätzliche Einkommen entstehen. Der Grenzkonsum ist in diesem Fall genau 0 (davor ist er positiv) und nimmt anschließend wieder ab.

Grenzkonsum im Solow-Modell
Figure 2: Grenzkonsum im Solow-Modell in Abhängigkeit des stationären Kapitalstocks \(k^*\), der indirekt durch die Sparquote \(s\) beeinflusst wird.

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