Texturen in Photoshop per Skript automatisiert auf unterschiedlichen Systemen erzeugen


Jedes Spiel benötigt Texturen und so auch wir in unserem DV-Projekt. Dabei kann es immer wieder Anwendungsfälle geben, bei denen bestimmte Texturen automatisch generiert werden sollen. Dieser Blogeintrag soll nun zeigen, wie das mit Hilfe von Adobe Photoshop funktioniert, so dass es auch auf unterschiedlichen Systemen läuft.

In unserem Projekt haben wir eine Spielkarte und dort für die einzelnen Felder verschiedene Symbole. Die Symbole haben durchaus gewisse Gemeinsamkeiten, wie einen gemeinsamen Hintergrund. Daher sind alle Symbole in einer PSD Datei abgelegt. Von dort aus können dann die verschiedenen Texturen für die verschiedenen Felder erzeugt werden. Im Folgenden sind zwei Beispieltexturen für ein Windkraftwerk und ein Atomkraftwerk zu sehen, welche sich beide den gleichen Hintergrund teilen.

Feld für ein Windkraftwerk Feld für ein Atomkraftwerk

Wird nun beispielsweise der Hintergrund geändert, so müssen alle Texturen für alle Felder erneut erzeugt und abgespeichert werden. Insbesondere da auch andere Texturen wie Bump-Maps auch noch generiert werden müssen, kann sich bereits einiges ansammeln. Eine manuelle Bearbeitung gestaltet sich daher sehr schnell als mühselig.

In Photoshop bietet es sich daher an mit Aktionen zu arbeiten. Das sind Makros, mit denen man die durchgeführten Schritte in Photoshop aufzeichnen kann. Einmal erstellt, können sie dann einfach per Tastendruck ausgeführt werden. Das ist also genau das, was sich hier anbietet. Die Speicherung sämtlicher Feldtexturen kann so nun automatisiert angesteuert werden. Mit einer Aktion werden bei uns beispielsweise 18 Texturen erzeugt. Diese jedes Mal manuell zu erzeugen, wäre eindeutig zu viel Arbeit. Ein kleiner Auszug aus den Aktionsschritten ist im Folgenden Bild zu sehen.

Aktion in Photoshop

Das ist auf jeden Fall schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Leider ist es nun so, dass Photoshop bei Speicheraktionen immer den absoluten Pfad abspeichert. Damit kann die Aktion leider nicht mehr bei anderen Nutzern ausgeführt werden (da die Pfade nicht passen). Es gibt leider auch keine Einstellungsmöglichkeit, welche diesen Umstand beheben würde.

Es gibt aber eine andere Lösung. Neben den Aktionen gibt es in Photoshop auch die Möglichkeit Scripte in der Programmiersprache Javascript zu schreiben, welche ebenfalls Abläufe in Photoshop automatisieren können. Natürlich wäre es etwas mühsam, wenn man nun alle Schritte erneut in ein Skript übernehmen müsste. Zum Glück besteht jedoch die Möglichkeit, dass man eine bestehende Aktion in ein Skript umwandeln kann. Dieser Schritt wird selbst wiederum von einem Script übernommen, welches hier heruntergeladen werden kann.

Dazu muss man nur vorher seine Aktion als *.atn Datei abspeichern, dann das heruntergeladene Script ausführen (Datei -> Skripten -> Durchsuchen...) und diese eben erzeugte *.atn Datei mitgeben. Erzeugt wird daraus eine entsprechende *.js Datei, welche die gleichen Schritte wie die Aktion enthält.

Noch stehen dort jedoch ebenfalls die absoluten Pfade. Daher muss man nun die erzeugte *.js Datei öffnen und alle absoluten Pfadangaben durch relative Pfade ersetzen. Im Folgenden ist ein kleiner Ausschnitt aus unserem Script zu sehen, bei welchen die Pfade angepasst wurden.


...
"'In  '":
{
	"<path>": ".\\texture_terrain_base_diffuse.png"   // Relative Pfadangabe
},
"'DocI'":
{
	"<integer>": 35
},
...

Das Script dann am besten zusammen mit der *.psd Datei abspeichern. Jetzt kann jeder Nutzer das Script bei sich ausführen und Dank der relativen Pfade sollte das dann auch problemlos funktionieren.